AMUROST hilft: Aufmerksamkeit, Solidarität und Beratung für die Ukraine und alle Engagierten.

Der Überfall auf die Ukraine ist auch ein Angriff auf unsere europäischen und demokratischen Werte. Der Krieg ist eine Zäsur für unsere internationale Ordnung und die freie Welt. Er betrifft und berührt uns aber nicht nur geopolitisch, und in unserem Netzwerk auch professionell, sondern trifft uns auch persönlich.

Zahlreiche Studierende und Alumni des Elitestudiengangs Osteuropastudien stammen aus der Ukraine oder haben Familie und Freunde vor Ort. Anstatt in eine Schockstarre zu verfallen, organisierten wir uns und versuchen nun mit all unseren Möglichkeiten den Menschen in der Ukraine und auf der Flucht zu helfen: Studierende, die 2015 in der Flüchtlingshilfe aktiv waren reaktivierten ihre Netzwerke. Unsere Alumni mit Russisch- und Ukrainisch-Kenntnissen organisierten sich in Dolmetscher-Netzwerken. Der AMUROST-Vorstand knüpfte Kontakt zur Landeshauptstadt München (Teilnahme am Runden Tisch des Partnerschaftsnetzwerks München-Kyjiw), und weiteren Landes- und Bundesbehörden.

Außerdem starteten wir einen europaweiten Solidaritäts- und Hilfeaufruf mit unseren Partnerorganisationen, in dem wir auch primär auf die humanitäre Hilfe von Libereco verweisen – einer deutsch-schweizerischen NGO geleitet von unserem Alumni Marco Fieber.

Seit Invasionsbeginn beteiligen wir uns auch verstärkt an der Organisation von Online-Infoveranstaltungen und Demonstrationen, wo wir unseren Aufruf und das Angebot lokale NGOs und Initiativen zu beraten und zu unterstützen präsentieren, u.a. mit unseren Partnern der Lawyers Without Borders der LMU München und der Students for Ukraine Munich.

Mit Blick auf die humanitäre Lage und die flüchtenden Frauen und Kinder kontaktierten wir ZONTA München II.  Zonta ist ein internationales Frauennetzwerk, dass soziale Projekte zur Frauen- und Demokratieförderung finanziell und organisatorisch unterstützt. Bei der monatlichen Mitgliederversammlung am 14.03.2022 durften unsere Vereinsmitgliederinnen Beate Winterer (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Community Management, APB Tutzing) und Sophie Harper (Bezirksrätin im Oberbayerischen Bezirkstag) unsere Initiative vorstellen. Beate hielt einen Kurzvortrag über Nation-Building in der Ukraine und die Geschichte ihrer Unabhängigkeitsbewegung.

Die Spendenaktion wurde sehr gut angenommen und die ersten Kontakte zur Vermittlung von Wohnungen und Rechtsbeistand geknüpft.

Zonta Club München II Präsidentin Sabine Zaplin und unsere Alumnae Sophie Harper und Beate Winterer (v.l.)

Wir danken Zonta München II für die Einladung, Spenden und Vernetzungsangebote!

AMUROST teilt weiterhin gerne seine Kontakte und unterstützt ehrenamtlich NGOs, Initiativen und den öffentlichen Sektor mit unserer Fachexpertise zu Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen möchten, wenden Sie sich bitte direkt an unseren Vorstand unter vorstand@amurost.org

Die Deutungshoheit brechen: Appell für eine neue Informationspolitik.

Die Russische Föderation hat die Ukraine, ihr Nachbarland, in einem brutalen und andauernden Angriffskrieg überfallen. Die bundesrepublikanische Politik reagierte auf diese Zäsur mit einer 180-Grad-Wende: Die bisher vorherrschende Naivität gegenüber Russland gehört nun der Vergangenheit an. Den Richtungswechsel kündigte der Kanzler in einer Regierungserklärung am fünften Tag des russischen Überfalls an. Scholz‘ Ausspruch, dieser Krieg sei Putins Krieg, wird in seiner Prägnanz vielen BundesbürgerInnen im Gedächtnis bleiben.

Die Kernaussage dieser Feststellung ist zum einen, dass die Ukraine absolut keine Schuld am Ausbruch der Gewalt trägt. Zum andern nimmt die Position des Kanzlers die russische Bevölkerung aus der Verantwortung. Scholz bekräftigte die Position, dass „Putin, nicht das russische Volk […] sich für den Krieg entschieden“ hat. Auch Wolfgang Kubicki [FDP], der Vizepräsident des Parlaments behauptete, dass „eben nicht das russische Volk“ Krieg mit der Ukraine führe.

Doch welche Haltungen nehmen die Russinnen und Russen gegenüber Putins Krieg ein? Umfragen lassen vermuten, dass die russische Bevölkerung den Krieg keineswegs geschlossen ablehnt. Agiert der russische Präsident tatsächlich ohne die Unterstützung der Bevölkerung?

Eines ist sicher: Einen gesamtgesellschaftlichen Konsens, wie bei der Annexion der Krim 2014, als Putins Beliebtheit in Umfragen Höchstwerte erreichte, gibt es nicht. Dies heißt jedoch nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen den Krieg ist. In den Letzten Jahren sah ein Großteil der Bevölkerung die Verantwortung für den Krieg in der Ukraine eindeutig beim Westen. Die Anerkennung der sogenannten „Volksrepubliken“ DNR und LNR in der Ostukraine wurde in Umfragen des unabhängigen Levada Instituts von etwa 40 Prozent der Befragten abgelehnt, während ungefähr 45 Prozent der UmfrageteilnehmerInnen den ersten Schritt in den offenen Angriffskrieg guthießen.

Das entscheidende Kriterium für die Haltung der Russinnen und Russen gegenüber dem Angriff auf die Ukraine ist das „Framing“ der militärischen Gewalt. Wird in Umfragen darauf hingewiesen, dass die Separatisten um Hilfe gegen die ukrainische Aggression baten, steigt die Zustimmung für ein militärisches Engagement bis auf 70 Prozent. Der Narrativ, man müsse die russischsprachige Bevölkerung gegen Feinde von außen schützen, ist der Kern der Rechtfertigungsstrategie des Kremls. Viele Russinnen und Russen konsumieren hauptsächlich staatliche und staatsnahe Medien. Die russischen Streitkräfte werden dort konsequent als Befreier ihrer von Faschisten und Nationalisten unterdrückten Landsleute dargestellt.

Aus der deutschen Perspektive mag dieses Argument bizarr anmuten, doch in Russland klingt es an. Im vom Kreml gesteuerte medialen Kosmos wird seit 2014 die Erzählung entwickelt, dass Rechtsradikale in der ukrainischen Armee und Regierung Verbrechen gegen die große russischsprachige Minderheit in der Ukraine planen, im Internet und in privaten Chats kursieren zahlreiche angebliche Beweise für diese Behauptung.

Für die russische Regierung wäre es unmöglich, die ukrainische Nation an sich zu Feinden zu erklären, zu eng sind dafür die kulturellen, sprachlichen und familiären Verbindungen zwischen Russland und der Ukraine. Deshalb wird der Krieg als militärische Operation beschrieben, die bedrängte Russen vor der fanatischen Regierung in Kiew retten soll.  Diese Erzählung soll auch Erinnerungen an ein zentrales Motiv der nationalen Identität, den siegreichen Kampf der Sowjetunion gegen das Dritte Reich, erwecken.

Ein Blick in russische soziale Netzwerke zeigt, dass die „humanitäre“ Argumentation eine große Wirkung entfaltet. Wo immer sich im russischsprachigen Internet Menschen gegen den Krieg aussprechen, finden sich auch relativierende Kommentare. Mit erstaunlicher Regelmäßigkeit, was auch ein Hinweis auf den Einsatz von Bots sein kann, greifen diese Rechtfertigungen des Überfalls auf die Ukraine dabei auf eine zynische Rhetorik zurück: Den Kriegsgegnern wird Doppelmoral unterstellt. Während sie acht Jahre lang die angebliche Gewalt gegen ethnische RussInnen in der Ukraine ignoriert hätten, so lautet der Vorwurf, seien sie nun nur deshalb gegen den Krieg, da sie aufgrund der Sanktionen keine westlichen Luxuswaren mehr erwerben können.

Für den Kreml ist es von elementarer Bedeutung, die eigenen Anhänger vor der Realität des eskalierenden Krieges in der Ukraine abzuschirmen. Niemand soll erfahren, dass es in der Ukraine gar keine humanitäre Operation gibt. Wer den Überfall als Krieg, Invasion oder Angriff bezeichnet, kann mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die letzten unabhängigen Medien, wie beispielsweise die Novaya Gaseta zensiert werden. Der Privatsender Doschd wurde verboten und dem letzten freien Radiosender Echo Moskwy wurde die Sendeerlaubnis entzogen. Die Journalisten von Echo Moskwy hatten eine rote Linie überschritten, als sie ukrainischen Experten die Möglichkeit boten, über die Gräuel des Krieges zu sprechen. Fortgeschrittene Analyse- und Überwachungssysteme erlauben es der russischen Regierung zudem, gezielt unliebsame Inhalte in den noch frei zugänglichen sozialen Netzwerken zu identifizieren und zu sperren, oder Teile des Internets abzuschalten oder zu verlangsamen.

Für die weitere Entwicklung in Russland ist es entscheidend, ob die Bevölkerung die Wahrheit über den Krieg erfährt. Bilder der Körper der gefallenen Soldaten, der Tränen der trauernden Mütter und der brennenden Wohnblöcke könnten Putins Illusion zertrümmern. Von der Frage, inwiefern die Regierung ihre momentane Deutungshoheit behaupten kann, hängt es ab, ob sich der Protest gegen den Krieg zu einer ernsthaften Gefahr für Putins Machtmonopol entwickeln kann oder nicht.

Die Bundesregierung und ihre Verbündeten sollten sich nicht einfach darauf verlassen, dass das russische Volk sich von selbst gegen den Krieg positioniert. Die Russinnen und Russen werden von ihrer Regierung belogen. Je mehr Söhne, Väter und Onkel im illegitimenAngriffskrieg fallen, desto offensichtlicher wird diese Lüge. Doch darauf sollte der Westen nicht warten. Eine „neue Ostpolitik“ sollte nicht nur die militärischen Kapazitäten zur Abschreckung erhöhen, sondern muss auch die Informationspolitik weiterentwickeln. Neben der Spaltung der russischen Eliten durch die Sanktionen, ist öffentlicher Protest in Russland der plausibelste Weg zur Beendigung der Kämpfe. Der Westen sollte an die Tradition des Radiosenders Radio Liberty, der während des Kalten Krieges in der Sowjetunion sendete, anknüpfen.

Die Hauptaufgabe der neuen Informationspolitik sollte es sein, die Realität des Krieges sichtbar zu machen. Die ukrainische Regierung wendet sich direkt an die russischen Mütter gefallener und gefangengenommener Soldaten. Diese Initiative gibt die Stoßrichtung für eine neue Informationspolitik vor. Eine zweite Argumentationslinie sollte betonen, dass die Ukrainer sich geschlossen gegen die Invasion wehren, und dass die russischsprachige Bevölkerung die Okkupatoren genauso bekämpft, wie ihre ukrainischsprachigen Landsmänner- und Frauen. Die mehrheitlich russischsprachige Millionenstadt Charkiw leistet seit Wochen erbitterten Widerstand, das Leid der Zivilbevölkerung dort ist unvorstellbar.

Schlussendlich ist es zentral, zu vermitteln, dass weder die ukrainische noch die deutsche Regierung die russische Bevölkerung für den Krieg verantwortlich macht. Scholz sollte seine Rede über Putins Krieg auch an ein Publikum in Russland richten. Die Bundesregierung sollte möglichst schnell damit beginnen, erhebliche Mittel in die Entwicklung und Implementierung einer neuen kommunikativen Strategie zu investieren, die an die medialen und politischen Rahmenbedingungen des derzeitigen Konfliktes angepasst ist.                                                                                                                                                              

Student and Alumni Associations of Europe on the Russian War of Aggression against Ukraine. Call for Help and Solidarity with our Ukrainian Friends.

On 24.02.2022, Russia launched a war of aggression on neighbouring Ukraine – a free and democratic state of Europe. The invasion brings immeasurable suffering to a country that has already been painfully suffering for eight years from the consequences of the illegal annexation of Crimea and the war in the Donbas.

At the same time, it is an attack on the fundamental values of Europe, the United Nations, and a massive breach of international law. The renunciation of violence and the preservation of Ukraine’s territorial integrity and sovereignty have been broken by Russia.

As students, alumni, young scholars, and Europeans, strongly condemn the actions of the Russian Federation and strongly support our friends and neighbours in Ukraine.

The Ukrainian as well as the Russian civil society did not want this war and did not trigger it. However, the people are the greatest victims of this disastrous decision by President Putin based on his neo-imperialist aspirations and instrumentalised history.

We therefore stand in solidarity with the Ukrainian people and with all citizens throughout Europe and in Russia who stand up for peace, freedom, and equality. We also express our united solidarity with our fellow students and scholars in Ukraine and stand ready to support them. We call on all committed young Europeans to help Ukraine in this difficult situation.

The following organisations and agencies can provide direct and immediate help on the ground or to the people fleeing. We – as signatories of this call and representatives of students and alumni across Europe – support these NGOs and initiatives and kindly ask you to contribute as well. Please feel free to share and raise awareness.

Where can I help

Emergency Aid Ukraine Libereco Partnership for Human Rights e.V. and Vostok SOS

Libereco
IBAN: DE96 8309 4495 0003 3203 32
BIC: GENO DE F1 ETK

Libereco website
Aid to the most vulnerable: Polish Humanitarian Action

Alior Bank S.A.
IBAN: PL87 2490 0005 0000 4600 6277 7551
SWIFT CODE: ALBPPLPW

PAH website
Aid for Ukrainian civilians: Revived Soldiers Ukraine

Donate (paypal.com)
RSU website
Donations for the Ukrainian Armed Forces: National Bank of Ukraine

BENEFICIARY: National Bank of Ukraine
BENEFICIARY’S ACCOUNT: UA843000010000000047330992708
BENEFICIARY’S BANK: National Bank of Ukraine

CORRESPONDENT ACCOUNT: IBAN DE05504000005040040066
CORRESPONDENT BANK: DEUTSCHE BUNDESBANK, Frankfurt
SWIFT CODE: MARKDEFF

NBU Website
Direct help on the frontline: Hospitallers
 
4149629301181756 – PrivatBank, Elena Gerasimyuk
IBAN: UA543282090000026203800140465 

More information
Help for traumatised children: Voices of Children

Account in the correspondent bank: 400886700401
SWIFT Code of the correspondent bank COBADEFF
Correspondent bank Commerzbank AG, Frankfurt am Main, Germany
 
VoC website
Alliance Queer Emergency Ukraine Fundraising Campaign
 
Direct transfer
Pay-Pal (Conrad Breyer)

Signed


Philipp Bittner, Chair of AMUROST e.V.
Camilla Lopez, Board Member of AMUROST e.V.
Paul Primbs, Board Member of AMUROST e.V.
Philine Kieslich, Board Member of LMU Munich Lawyers Without Borders
Matthias Melcher, Co-Chair Junge DGO Regional Group Munich
Mareike zum Felde, Co-Chair Junge DGO Regional Group Bremen
Caroline Finkelday, Co-Chair Junge DGO Regional Group Bremen
Lone Grotheer, Board Member of FZS e.V.
Valentina Gilardoni, President of MAiA – MIREES Alumni International Association
Paulina Gurgul, President of Collegium Invisibile
Horia-Șerban Onița, President of The National Alliance of Student Organisations in Romania
Anna Lanina, President of The Polish Forum of Young Diplomats
Justin Patrick, President of The International Association for Political Science Students
Nikolai Ott, Co-Founder and Editor of Keep It Liberal
Sarah Grandke, Neuengamme Concentration Camp Memorial / denk.mal Hannoversche Bahnhof
Hamburg

Küchengespräche x LMU Career Community

Die letzten Küchengespräche am 25.06. brachten wieder neue wie alte Gesichter zusammen und neben unserem internen Studi- und Alumni-Austausch, mit Dank an unseren Special Guest — Herrn Dr. Stephan Pflaum — ebenso wertvolle Erkenntnisse im Karriere-Bereich.

Seit mehreren Jahren führt Herr Pflaum die LMU Career Community und das LMU Mentoring-Programm. In einem Impulsvortrag teilte er seine eigene Erfahrung als promovierter Bildungspsychologe und Soziologe, der jahrelange im Bildungs- wie auch diversen Wirtschaftssektoren im Personalentwicklungswesen tätig war und nun Studierenden und Alumni fördert, indem er Karrierewege und Vernetzungsmöglichkeiten aufzeigt.

Besonders inspirierend wirkte sein Plädoyer für die Chancen der Geisteswissenschaftler und Regionalexperten auf dem Arbeitsmarkt von heute wie morgen. In der gemeinsamen Diskussion wurden Perspektiven und Hürden des Jobeintritts für noch Studierende und Promovierende wie auch Jobwechsel und Quereinstieg für bereits weiter fortgeschrittene Alumni ausgetauscht.

Küchengespräche x LMU Career Community
„Die Career Community der LMU bringt Studierende, Promovierende, Absolventen, Alumni, Mentoren und Unternehmen über zielgerichtete Angebote und Veranstaltungen zu einem wertvollen Karrierenetzwerk zusammen.“

Herr Pflaum stellte weiter die LMU Career Community und den Zugang zu zahlreichen Jobangeboten aus den unterschiedlichsten Branchen, Karriere- und Netzwerkveranstaltungen u.a. auch Kultur- und Sportevents wie Theater- oder Golfplatzbesuche (auch explizit für Anfänger konzipiert), das Mentoring-Programm, diverse Bewerbungstrainings und viel mehr vor.

Wir empfehlen herzlichst dieses breite Angebot der LMU Career Community wahrzunehmen und bei Fragen Herrn Pflaum ohne zu zögern direkt zu kontaktieren. Wir werden gerne weiter eng zusammenarbeiten und auch in Zukunft mehr Veranstaltungen zu den Chancen und Möglichkeiten der Vernetzung und Karriereförderung an der LMU wie außeruniversitär anbieten.

Im weiteren Verlauf des Abends entstanden, die schon Küchengesprächs-klassischen, bis in die späten Freitagnachtstunden gehenden Debatten. Es war schön Aktive und Alumni in unserer digitalen Küche wiederzusehen. Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen, demnächst auch wieder live und schon bald in Person!


Du willst bei den nächsten Küchengesprächen oder anderen AMUROST-Events auch dabei sein? Melde Dich jetzt zu unserem E-Mail Newsletter an und folge uns für exklusive AMUROST-News auf LinkedIn!


AMUROST lädt zum Roundtable

Im letzten Jahr haben sich im Umfeld des Osteuropastudiengangs einige Gruppen konstituiert, die ihr Interesse an der wissenschaftlichen, politischen oder kulturellen Auseinandersetzung mit der Region über das Studium hinaus vertiefen wollen.

So entstand beispielsweise im Mai 2020 eine Regionalgruppe der Jungen DGO in München und mit dem „OSTCAST“ bringen drei Studierende bzw. Alumni des Studiengangs zahlreichen Hörerinnen und Hörern interdisziplinäre Perspektiven „von/auf/zu Osteuropa“ näher.

Auf Initiative des neuen AMUROST-Vorstands haben sich nun Ende Mai Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Gruppen zu einem Roundtable-Gespräch getroffen, um mögliche Synergien und Kooperationsprojekte auszuloten. Mit dabei waren auch Martin Schulze Wessel als Sprecher und Felix Jeschke als Koordinator des Studiengangs.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Philipp Bittner berichteten alle Beteiligten über ihre jeweiligen Aktivitäten: Camilla Lopez und Matthias Melcher für die Regionalgruppe der Jungen DGO, Maximilian Fixl für den OSTCAST und Niklas Platzer für das Mentoringprogramm des Studiengangs.

Als Fazit kann festgehalten werden: die gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Initiativen soll auch in Zukunft so fortbestehen.

© Historicum LMU Salinenhof J.-H. Janßen

AMUROST Küchengespräche

Was in der Küche passiert, bleibt in der Küche

Das Idee ist simpel: Ungezwungen, natürlich digital und gerne auch bei einem wohlverdienten Drink, unsere Mitglieder und Freunde regelmäßig zusammenzubringen.

Wir sehnen uns gerade alle nach einem klassischen Stammtisch in einer Bar. Durch COVID-19 sind die sozialen Kontakte so eingeschränkt wie nie. Daher ist es gerade jetzt umso wichtiger miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zumal es eine Fülle an Themen und Fragen gibt die uns, Studis wie Alumni, aktiv beschäftigen: Wohin geht die Reise, was sind Möglichkeiten, von denen Du vielleicht noch gar nichts weißt? Wie kannst Du schnell und gut Sprachen lernen? Welchen Einfluss hat die Pandemie auf unser Leben, Studium und Arbeit?

Bei unseren Küchengesprächen könnt Ihr Euch in ungezwungener Atmosphäre den Abend über mit Studierenden und Alumni des Studiengangs und der Graduiertenschule austauschen, in Erinnerungen schwelgen oder den Blick gemeinsam in die Zukunft richten und Pläne schmieden. 

Nächster Termin: Freitag 30.04. ab 19 Uhr

Bislang konnten wir drei spannende Events in der Reihe Küchengespräche anbieten und freuen uns sehr über Euer positives Feedback und die rege Teilnahme. Wir danken auch explizit unserem wundervollen 10-Jahrgang für die Inspiration!

Die nächste Gelegenheit für ein Treffen in der Alumni-Küche ist schon kommenden Freitag am 30.04 wie üblich ab 19 Uhr.

Wie beim letzten Mal wird es mehrere virtuelle Räume geben, ideal für Kleingruppen- oder auch Privatgespräche zu zweit. Alles ganz nach Belieben.

Schaut in unserer digitalen Alumni-Küche vorbei – denn jeder weiß: Die besten Gespräche gibt es immer in der Küche!



Journalismus in und zu Osteuropa

Zum Dritten Mal hat der Alumnitag am 24. November 2018 stattgefunden. Er stand unter dem Motto „Journalismus in und zu Osteuropa“.

Zu Gast in der Runde der Ehemaligen und Aktiven der Osteuropastudien war diesmal die Hörfunkjournalistin Frau Dr. Gesine Dornblüth. In einer Diskussionsrunde gab sie Einblicke in die Berichterstattung über Russland und die Ukraine. Dabei regte zum Nachdenken über die Rolle des Journalismus in und über Post-Krim-Russland an.

Nach einer köstlichen Mittagspause stellte Anke Öhler von Ahoj Nachbarn e.V. den Stadtführer „Ahoj Minga – Spaziergänge durch das osteuropäische München“ vor. Am Nachmittag hatten die 25 Teilnehmenden des Alumnitags 2018 die Möglichkeit, sich in entsprechenden Special Interest Groups verschiedenen Themen zu widmen, die von ehemaligen AboslventInnen angeboten wurden: Die Autorin und Journalistin Corinna Anton berichtete von ihren Erfahrungen als Journalistin in Prag unter dem Titel „Wenn Idealismus auf Wirklichkeit trifft“; Theresa Weiß bot als Volontärin bei der FAZ ein Panel zum Thema „Osteuropa bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Im ‚hands-on‘ Workshop „Professionell texten“ wendeten die Teilnehmenden die Do’s und Dont’s der Schreibkunst unter Anleitung der freien Journalistin Anja Reiter an eigenen Texten an. Maria Prahl stellte das von ihr gegründete Sozialunternehmen ‚Working between Cultures‘ vor, das mittlerweile eine beachtliche Erfolgsgeschichte aufweist.

Geographische Bewegung brachte vor dem gemeinsamen Abendessen im Salon Irkutsk ein Stadtspaziergang auf Basis von Ahoj-Minga. In Schwabing lernten wir unter anderem eine Wohnstätte Lenins kennen und erfuhren über das gegenwärtige religiöse Miteinander von polnischen und deutschen KatholikInnen in München.

Gedenkgottesdienst KZ Dachau

Am 13. Oktober 1942 wurden die ersten Frauen ins Konzentrationslager Dachau verschleppt; bis zur Befreiung des Lagers gelangten etwa 8.000 weibliche Häftlinge nach Dachau.

Am 15. Oktober 2017 wird ab 11 Uhr an sie bei einem Gedenkgottesdienst in der Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau erinnert. Teil der Veranstaltung ist ein Vortrag von Sanja Tolj und Mirela Delic über ihr Forschungsprojekt „Sex-Zwangsarbeiterinnen im Lagerbordell des KZ Dachau„, welches im Rahmen des Projektkurses des ESG „Leerstellen der Erinnerung“ entstanden ist.

Weitere Informationen finden sich im Artikel „Das Leiden der Frauen“ der Süddeutschen Zeitung sowie auf der Webseite der Versöhnungskirche Dachau.

Anmeldungen Alumni-Tag 2017

Liebe Alumni, liebe Aktive,

am 11. November findet der Alumni-Tag 2017 von AMUROst e.V. in der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in München statt. In diesem Jahr konnten wir Rebecca Harms für eine Diskussionsrunde zur Situation in der Ukraine gewinnen. Danach werden wir mit drei Alumni in kleinen Runden über Jobsuche, Berufseinstieg und Weiterbildung sprechen. Wie im vergangenen Jahr werden u.a. gemeinsame Abendessen viel Zeit zum persönlichen Austausch bieten.

Wir freuen uns über eure Anmeldung unter diesem Link bis zum 15. Oktober.

Auf ein zahlreiches Wiedersehen in München – bis bald!